Antireflexbeschichtung

Eine gute Entspiegelung ist – neben der visuellen Perfektion – resistent gegen Umwelteinflüsse und im täglichen Gebrauch mechanisch zuverlässig. Das Schichtsystem darf keine Spannungen aufweisen, da erhöhte Schichtspannungen die Haftfähigkeit des Antireflex auf dem Saphir in hohem Masse beeinträchtigen.

Foto: Béatrice Devènes

Neben der gewünschten Härte muss die Schicht auch ausreichend elastisch sein, um bei Schlägen nicht abzusplittern. Zudem soll die Schichtoberfläche sehr feinkörnig sein, damit das Glas einfach zu reinigen ist. Selbstverständlich entsprechen all unsere Schichtsysteme diesen prinzipiellen Kriterien.

MgF2 – erprobt und zuverlässig
In den letzten zwanzig Jahren haben wir mit Magnesiumfluorid-Schichtsystemen (MgF2) ca. 15 Mio. Uhrengläser beidseitig entspiegelt. Die durchgehend positiven Rückmeldungen zeigen, dass mit der geeigneten Technologie und dem entsprechenden Know-how mit MgF2 ein äusserst zuverlässiges Produkt hergestellt werden kann. Durch die Fähigkeit, viel Feuchtigkeit aufzunehmen, wirkt MgF2 aktiv gegen die typische Elektrostatik des Saphirs. Ausserdem ist MgF2 chemisch sehr stabil.
 
ARdur – optimiert in Härte und Kratzfestigkeit
Unser ARdur-System basiert auf Siliciumoxid. Die Schichthärte entspricht den härtesten auf dem Markt erhältlichen Antireflexbeschichtungen. Das Schichtsystem zeichnet sich durch eine ausgewogene Struktur und eine feine Oberfläche aus. ARdur ist leicht hydrophob und absolut resistent gegen Umwelteinflüsse.

ARdur plus – die neue Generation
ARdur plus ist eine Weiterentwicklung des ARdur-Systems. Neben einer deutlichen Optimierung der Schichtstruktur überzeugt ARdur plus durch die gleichbleibende Farbe des reflektierten Lichts bei verschiedenen Betrachtungswinkeln. ARdur plus ist praktisch frei von inneren Spannungen.

Testresultate Antireflexbeschichtung

Wie wird die Schichtstruktur getestet?
Die übliche Testmethode für die Härte des Schichtsystems ist der sogenannte Bayer-Test. Zur Prüfung der Adhäsion und mechanischen Elastizität resp. Versprödung der Schichten wird der Nano-Scratch-Test verwendet.

Der Bayer-Test: testet die Härte der Schicht

Für den Bayer-Test werden die Gläser mit der Beschichtung nach oben in einer Halterung auf dem Boden einer flachen Schale fixiert. Die Schale wird mit Sand gefüllt und danach mechanisch hin- und herbewegt. Der Sand rutscht von einer Seite zur anderen und zerkratzt dabei die Beschichtung der Gläser.
Das sieht zum Beispiel so aus: > link

Bayer-Test Econorm

Resultat: Wird die Gesamtdicke der Antireflexschicht als Basis genommen, beträgt der Schichtabtrag im besten Fall ca. 5% (ARdur) und nie mehr als ca. 15% (MgF2).


Der Nano-Scratch-Test: testet die inneren Spannungen und die Adhäsion der Schicht

Mit dem Nano-Scratch-Test wird simuliert, wie es sich auswirkt, wenn ein harter, scharfer/spitzer Gegenstand über ein Uhrenglas kratzt: Ein Diamant mit einem Radius von nur 2µm wird über das beschichtete Glas geführt. Unter kontinuierlich zunehmendem Druck dringt der Diamant erst in die Schicht und schliesslich in den Saphir ein. Die Linie rechts im Bild markiert den Eintritt des Diamanten in den Saphir.

 
Nano-Scratch-Test einer MgF2-Beschichtung

© Econorm

Resultat: Es entstehen nur leichte Absplitterungen. Die Schicht weist also wenig innere Spannung und eine gute Adhäsion auf.

 
Nano-Scratch-Test einer ARdur-Beschichtung

© Econorm

Resultat: Es entstehen nur leichte Absplitterungen der Schicht, und dies erst, sobald der Diamant die Oberfläche des Saphirs ritzt. Die Schicht weist also praktisch keine inneren Spannungen und eine sehr gute Adhäsion auf.

 
Nano-Scratch-Test einer ARdur plus-Beschichtung

© Econorm

Resultat: Mögliche Schichtspannungen sind durch verfahrensspezifische Massnahmen auf das Minimum reduziert. Darum entstehen keine Absplitterungen. Kratzer in dieser Schicht sind mit blossem Auge nicht sichtbar.


Zum Vergleich (Konkurrenzprodukt):
Nano-Scratch-Test einer qualitativ ungenügenden Beschichtung

© Econorm

Resultat: Grossflächige Abplatzungen deuten auf hohe innere Spannungen und eine schlechte Haftung der Schicht hin. Kratzer in dieser Schicht sind auch von blossem Auge deutlich sichtbar.

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